26 september 2014 12:56
Ich kann Oli nur Recht geben...
Als Lehrling hatte ich mir das Gerät zugelegt. Nur in Rot. 
Direkt an der Steckdose ging es noch einigermaßen. Mit 20 Meter Kabel dazwischen hat es schon kaum noch gezündet.
Da hatte ich aber gute Elektroden und schon an Eisenbahnbrücken rumgeschweißt. War also nicht gerade ein Greenhorn.
Lass es lieber. Spare auf n kleinen Inverter wenn du "viel" schweißen willst, oder auf nen anständigen Gleichrichter. 
Lehrling ist Jedermann, Geselle ist, wer was kann, Meister ist, wer etwas ersann
26 september 2014 14:51
Jut. Also so ne richtige Katastrophe ja?! Langfristig würde ich mir eh gerne nen Mig Mag holen. Hatte bis vor kurzem eins in der Werkstatt und das war echt top ... für meine Bedürfnisse. Nur bis ich die Kohle dafür habe, hätte ich gerne ne Übergangslösung. Nach was für Preiskategorien sollte man denn ausschau halten wenn man im "anständingen" Bereich schaut. Bzw. welche Firmen? Einhell ist ja für seine Qualität nun wirklich nicht bekannt ...
26 september 2014 18:01
Schweißt du sehr viel?
Welche Schweißbedürfnisse hast du?

Ich finde, dass man keine Empfehlung geben kann, wenn man nicht genau weiß was du schweißen möchtest.
Wenn du ein Mig/Mag-Gerät willst, muss es ja schon ne Menge sein, oder?

Viele Grüße!
  Nils
26 september 2014 20:30
Moin
Also ich klinke mich da nun auch mal ein.
1.Ich habe mir vor 15 Jahren ein TIP MIG Gerät aus dem Baumarkt geholt 200A,2 Rollen Antrieb also alles was nix Taugt.....
leider Arbeitet es immer noch top und hat schon viele KM geschweisst auf etlichen Montagen und ist schon nen paar mal nass geworden und nie  Probleme gehabt,ausser das ich nun mal nen neuen Brenner brauchte.Das hatte damals schon nen Euroanschluss.
2.Habe ich mir nun mal bei Norma diesen kleinen Inverter geholt mit dem mann auch Wig Schweissen kann.....für das Geld ist das kleine Dingen super fein.
Habe auf der Arbeit nen Jäckle das ist zwar toll aber leider vieel zu gross.
Mein nächstes wird ein Kleiner Mig Inverter von Lincoln.
Immer schauen das mann das Gerät auch bedienen kann,sonst nutzt einem das Tollste Gerät nix,aber ich denke als Schmied brauchst du eher nen Elektrodentrafo/Inverter.
Nix für Ungut ist meine Meinung.
Gruss Der Schlosser Yogi
Es lebe die Kohle der Stahl und das Feuer
Senast ändrad: 26 september 2014 20:32, Michael Breitenbach
27 september 2014 11:46
Hehe, ne Nils das viele schweißen war garnicht der Grund für MigMag. Bei uns in der Werkstatt stand nen MigMag Gerät und ohne in meinem Leben jemals geschweißt zu haben, konnte ich das Ding weitesgehen Problemlos handhaben und Nähte produzieren, die nicht nach dem dritten Hammerschlag wieder abbricht. Dann ein youtube Video zum Elektrodenschweißen angeschaut und Panikattacken wegen der Führung bekommen ... Deswegen hät ich gern MigMag, weils einfach einfach ist ^^ 
Habe gestern aber mal mit dem Besitzer von dem guten Stück gesprochen und der hats für 500 Euro vom Verwandten bekommen. Ich will garnicht wissen was der Neupreis war.

Da steh ich also. Viel schweißen tuhe ich nicht wirklich. Ich bin glücklich wenn ich 1 mal pro Woche in die Werkstatt komme und ich würde mal sagen, dass ich so jedes 3 - 4 mal etwas schweiße. Dann auch eher kleinere Sachen. Mal schaun obs mit dem Trethammer mal was wird, aber daran würde ich jetzt nichts fest machen.

Danke dass ihr euch die Zeit nehmt, auch wenn das ganze schon zich mal diskutiert wurde. Aus der Diskussion wurde ich zwar schlauer, jedoch nicht schlau genug ;)


Eine Idiotenfrage hab ich aber noch. MigMag Geräte können mit unterschiedlichen Gasen betrieben werden oder worin unterschweidet sich ein Mig- oder Mag-  zu einem MigMag Gerät ? Heißt der Betrieb mit Co2 quasi Mag, mit Argon = Mig, Co2 und Argon Gemisch = MigMag?
Senast ändrad: 27 september 2014 12:00, Lennart G
27 september 2014 12:29
Hallo,
Ich hoffe hier mal die Richtige Beschreibung zu posten, wenn nicht belehrt mich bitte!

Der Unterschied zwischen MIG und MAG sind die Gase
Metall INERT Gas schweißen
Metall AKTIV Gas schweißen

Beim Mig brauchst du daher ein Inertes Gas, hierfür wird häufig Argon verwendet.
Beim Mag brauchst du daher ein aktives Gas, hierfür wird oft Corgon (welches eine Mischung aus Co2 und Argon ist) verwendet.

Grüße,
Alex
27 september 2014 18:31
Hi Alex,

das hatte ich auch so verstanden. Aber ich wunderte mich dann halt, was genau MigMag Schweißgeräte dann genau benutzen? Können die einfach beides?

Gruß,

Lenni 
27 september 2014 22:08
Hallo,
Dank der Diskussion habe ich festgestellt, dass mein vor ein paar Monaten gekauftes "MIG" Schweissgerät als MAG betrieben wird (85% Argon, 15 % CO2 gegenüber Corgon 82% Argon, 18 % CO2). Es funktioniert gut und ich habe mir keine Fragen gestellt. Ergo: man lernt nie aus.

Die Frage von Lenni "...Können die einfach beides..." wäre also zu bejahen, bleibt für mich die Frage wie es bei einem MIG-Gerät um den Verschmutzungsgrad der Düsen steht wenn es als MAG betrieben wird ?

MfG
Robert
28 september 2014 10:52
@Lenni,
Bei den MigMag Geräten kannst du so wie ich das hier sehe einfach die Gase tauschen. Eventuell verändert sich das schweißen weil die Einstellungen von dir dadurch stärker oder weniger stark zur geltung kommen, da hab ich aber keine ahnung. Da steht halt dann einfach ne Testschweißung und nachregulieren an schätze ich.
Ich habe auch noch keinen Schalter zum umschalten zwischen Mig/Mag gesehen....

Robert, ich denke (weiß es aber nicht) das sich daran rein gar nichts ändert.

Grüße,
Alex
28 september 2014 11:05
Moin,
röchtöch, das Verfahren ändert sich nur durch das verwendete Schutzgas.

Unlegierte und legierte Stähle schweisst man mit Aktivgas, z. B. Kohlendioxid (das reagiert und reichert die Schweissung mit Kohlenstoff an - mehr Wärme, Einbrand und Härte) --- MAG-Schweissen

Für hochlegierte Stähle und NE-Material wie Aluminium, Magnesium, Nickelbasis-Werkstoffe und Titan verwendet man inertes Gas wie z.B. Argon (weniger Wärme und Einbrand,keine Reaktion mit dem Schweissmedium) --- MIG-Schweissen

Gruß Claus
Senast ändrad: 28 september 2014 17:24, Claus
28 september 2014 11:09
Ach ja,
es gibt auch Mischgase z.B. Corgon (18% Kohlendioxid- 82% Argon), um die Eigenschaften der beiden Verfahren zu kombinieren, nennt sich dann (wegen des aktiven Anteils) immer noch MAG.

Gruß Claus 
28 september 2014 13:19
Perfekt dann wäre das schonmal verstanden. Dann würden mich jetzt noch fähige Hersteller interessieren. In der Bucht gibts ja tatsächlich schon erschwingliche Mag Geräte. Gasbuddle und Draht sollte man dann auch noch hinbekommen. Sind GYS, Güde und Elektra Beckum empfehlenswerte Hersteller oder eher nicht? 
28 september 2014 13:49
Sei dir mit den Gasbuddeln mal nich so sicher, die teile sind Schweineteuer!
28 september 2014 16:27
Gasflaschen:

Besorge Dir auf keinen Fall Mietflaschen!

Und kaufe Dir beim FACHHÄNDLER am besten ein gebrauchtes Gerät mit mindestens 250A Stromstärke!

Von Güde, Gys usw. rate ich dringend ab! Lorch, EWM oder Rehm... Oder bei zu großem Geldbeutel Fronius.

Aber: Muss es wirklich MAG sein?! Gase sind teuer, Geräte auch, Draht in Kleinrollen ist auch teuer... Und 15 Kg Rollen im Keller oder evtl. sogar im Gartenschuppen... Sehr problematisch! Denn: Der Schweißdraht rostet und dann wirds schwierig mit der Drahtförrderung durchs Schlauchpaket. Geräte und Flaschen sind recht groß und schwer...

Nur mal als kleine Denkanstöße.

Gruß

Oli
28 september 2014 17:40
Moin,
das wichtigste ist doch erstmal Legomeisters Anwenderprofil.

Wenn er das Ding alle Jubeljahre mal braucht, tuts prinzipiell auch ein günstiger Schweisstrafo.

Allerdings tut man sich mit einem MIG/MAG-Gerät leichter, wenn man wenig Übung hat, da reicht m.E. bei gelegentlichem Hobbyeinsatz was bis ca. 175A aus der Einhellklasse auch; habe jahrelang mit sowas gearbeitet, bevor ich auf ein Rehm umgestiegen bin.

@Worschdsub:  mindestens 250A Markengerät????

Sorry, aber mein 224er Rehm hat bisher auch für schwere Stahlbauarbeiten gereicht, und das Ding kostet neu ca 1500€.

Über 250A braucht man bei WIG zum Aluschweissen, da geht richtig Wärme flöten....

Gruß Claus
Senast ändrad: 28 september 2014 17:48, Claus