5. Januar 2013 um 12:01
Was für eine Düse ? wenn es eine 0,8er Drahtdüse auch noch sein sollte,dann liegt es wohl an der Betonstärke.

Gruß Maik
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5. Januar 2013 um 12:09
´Beim nächsten Aufheizen mach mal ein Bild deiner Flamme. Einmal nach dem anzünden und einmal bei bereits vorgewärmter Brennkammer so dass man die Flamme noch sieht. Welche Düse verwendest du denn?

Man kann Essen natürlich auch schnell aufheizen aber da entstehen große Spannungen die nur absoluter Profibeton auf Dauer problemlos wegsteckt. Beton mit 1400°C Beständigkeit reicht aus aber kann natürlich nicht mit einem mithalten der 1800°C aushält. Nur als Beispiel.

Geht schonend mit der Esse um und nutze die Eigenschaften. Bei Umgang mit Borax lege unbedingt ne Opferplatte aus Schamotte unter.
5. Januar 2013 um 18:43
Man kann Essen natürlich auch schnell aufheizen aber da entstehen große Spannungen die nur absoluter Profibeton auf Dauer problemlos wegsteckt

Oder man nimmt wie ich gar keinen Beton,übertreiben muß man es mit der Temperatur ja auch nicht,es sei den man will/muß in den Schmelzbereich.

Gruß Maik
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6. Januar 2013 um 11:44
Hallo Klaus,

Ich verwende eine 0,8 er Düse.
Die Luftzuführung findet über 1¼" statt, könnte evtl. mehr vertragen, da ich diese schon bei 0,4 bar nach ein paar Minuten komplett auf machen kann um eine gute Flamme zu erhalten.

Die Flamme beim starten sieht man recht gut auf folgendem Video:
am Anfang

Ein Bild zu einem späteren Zeitpunkt der Aufheizphase kommt noch, ich denke bis heute Abend.

6. Januar 2013 um 18:18
Da geb ich Klaus schon recht, was den Gasdruck angeht. Du bekommst nur die nötige Hitze bei wenig Gasdruck rsp. Geisverbrauch über die richtige Luft. Das ist das Geheimnis der Brenner.

Klaus und ich hatten bei ca 0,5 Bar Reineisen geschweisst. Dabei sieht man in meiner Esse keine Flamme mehr. Nur noch einen helle Wolke aus Hitze. Wir haben dann nach einiger Zeit sogar den Gasdruck etwas herunternehmen können. Wenn du so hohe Gasdrücke fährst, frisst du nur dein eigenes Geld damit auf.

Wenn du mit der Esse nur in so hohen Drücken arbeiten kannst, musst du dir was mit dem Brenner überlegen.

Wichtig ist noch zu erwähnen, ob du eine selbstgebohrte Düse oder eine gekaufte Schweissdrahtdüse verwendest. Im letzteren Fall, handelt es sich um eine reale 1mm Düse, da die gekauften immer die Drahtstärke angeben und nicht den realen Durchmesser! Also immer + 2 Zehntel mm!



Ingo

 
http://naabtal-klinge.de/

........ Eins bist du dem Leben schuldig, kämpfe! oder trags mit Ruh - Bist du Amboss, sei geduldig. Bist du  Hammer schlage zu!..........

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Es sind die Fantasten, die die Welt in Atem halten und nicht die Erbsenzähler!
7. Januar 2013 um 11:05
Natülich geht es schon darum, so viel Gas wie nötig, so wenig wie möglich.

Lasse ich die bar Zahl auf 0,9, so komme ich auch auf Schweißtemperatur (wie Klaus es schon Prophezeit hat, ist es nur eine Frage der Gedult), bei der auch keine Flamme mehr zu sehen ist. Die letzten Aufnahmen relsoltieren daher, da Klaus, die Flammen noch sehen wollte.

Ich habe mir jetzt noch 0,6 mm (was dann vermutlich 0,7-0,8mm entspricht) Drahtdüsen gekauft, die ich bei nächster Gelegenheit ausprobieren werde, der Gedanke ist, eine höhere Strömungsgeschwindigkeit und damit mehr "Ansaugeffekt" von Luft und damit eine bessere Verbrennung zu erhalten, bzw. weniger Gas bei gleichem flow. Mal sehen, wie die Resultate aussehen werden (die ich leider erst nächste Woche haben werde).

Bis dahin bedanke ich mich für die gegebenen Tips und Denkanstöße.
Die Gesprächskultur in diesem Forum ist sehr angenehm und positiv erwähnenswert.

7. Januar 2013 um 16:03
Die Gesprächskultur in diesem Forum ist sehr angenehm und positiv erwähnenswert.

Und darauf legen wir alle grossen Wert Gell Jungs! Wir haben nicht vor, uns bläulich zu färben! LOL

Arrogante Menschen gibt es schon genug auf der Straße, da brauchen wir sie hier nicht auch noch LOL


Was deine 0,6er angeht, so glaub ich, das die Leistung nicht besser werden wird. Bei mir hat sich eine Leistungssteigerung ergeben, nach dem ich den Durchmesser etwas vergrössert hatte.....
Wenn du immer darauf achtest, eine ideale Flamme in der Esse zu haben, verringerst du die Produktion von unliebsamen Gasen wie CO oder CO2. Beides kann dir den Tag versauen. Von ner CO2 Übersättigung, kann ich dir ein liedlein singen!

Heute kann ich lachen! Aber vor 2 Jahren und 1 Tag, hätt ich beinahe ins Gras gebissen. Gestern war also mein 2. Geburtstag! LOL

Ingo

 
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Zuletzt bearbeitet: 7. Januar 2013 um 16:04, Ingo Müller
7. Januar 2013 um 16:30
Schau dir mal diese Liste an. Die Verhältnisse Gasdüse / Mischrohr    Link

Ist durch den Knick natürlich nicht ganz übertragbar. Ich hab auch nur Erfahrung mit geraden Mischrohren.

Schau dir auch mal das Bild der Strahlpumpe an und lies dich mal durch die Querverweise in Wickipedia

Link


Das zur Düse passende Mischrohr mit weiterem Diffusor und der dazu passenden Erweiterung sorgen für noch zusätzlich angesaugter Luft.
Zuletzt bearbeitet: 7. Januar 2013 um 16:36
10. Januar 2013 um 12:09
Darf ich kurz eine Frage hier einbringen?
Ihr benutzt diese Keramikfaserplatten, die behen bis 1400 Grad.
Wegen der Gesundheitsfrage von den Keramikfaserplatten hier die Frage ob evtl auch die Keramikfreien Platten gehen würden, allerdings gehen die nur bis 1200 Grad!
Für Reparaturmasse bis 1650 Grad habe ich eine doch günstige Bezugsquelle, mindestabnahme allerdings 25 Kg aufgetan!
Ich war erstaunt wie der Preisunterschied ist!
10. Januar 2013 um 13:16
Ihr benutzt diese Keramikfaserplatten, die behen bis 1400 Grad.

Nein,hier werden eigentlich nur Matten genommen und darauf der Beton/Mörtel gebracht,Platten sind was festeres.

Gruß Maik
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10. Januar 2013 um 13:54
Sorry ich habe mich vertan, sind schon beides Matten gewesen und nicht Platten!

Gruß Eremit
10. Januar 2013 um 19:26
Wenn Isolierung z.B. mit 1400°C angegeben wird hält sie bei Dauerbelastung höchstens 1200°C aus. Besorg dir das Belastbarste was du kriegen kannst.
11. Januar 2013 um 16:35
Frage,

währe es nicht einfacher, eine Brennkammer zu bauen, wo Schamotsteine bzw. Platten nur reingeschoben werden oder

eben fertige Brennkammereinsätze die man dann schnell mal wieder auswechseln kann.

In der Heizkesselbranche gibt es doch solche Heizeinsätze (Brennraumtunnel).
Dann könnte man sich doch dazu passend das Gehäuse schweißen.


Gruß Ralf        
11. Januar 2013 um 17:06
In der Heizkesselbranche gibt es doch solche Heizeinsätze

Jau,und die werden auch noch Wasser gekühlt.

Öffentlicher Vorschlag,hast du einen Maurerbetrieb oder der gleichen in deiner Nähe/Bekanntenkreis die mit Schamotterohre Schornsteine bauen wenn da was Rechteckiges(würde mind. 15 x 20 cm bevorzugen)zu bekommen ist

Habe noch ein Bild aus dem Blauen im Kopf,wo nach der Wootzschmelze das ca.20x20 Rohr immernoch heil aussah.

Hätte ich das damals schon gewußt,dann hätte ich nicht nur Rohre in Schornsteine eingezogen.

Dann darf man aber wohl auf keinen Fall gut platzierte Dehnungsfugen vergessen.

Gruß Maik

PS. Von Schiedel kenne ich jetzt nur runde Rohre aber die sind wohl (kann jetzt bei anderen auch anders sein) "nur" 1,5 cm Wandig
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