Beet-Einfassung

29 September 2022 at 20:37
Hier auch mal ein bissl was von mir. Ich versuche mich gerade an der Rekonstruktion einer Beet-Einfassung. Habe nun das erste Element nahezu fertig und schaue wie die Abmessungen passen. Die Schnörkel sind dabei eine schöne Arbeit für Regentage.... Als Material kommt zum Einsatz Schnörkel und Bogen 6mm rund, Pfosten 16mm 4-Kant, Querträger 6x16mm, Bündchen 6er 4-kant auf 3x10 ausgeschmiedet.
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Schmieden, kann man am besten am Amboss.
29 September 2022 at 21:41
Hallo Alex,
sehr schön, dass Du das hier zeigst. Das wird besser als das Original!
...und ich habe eine Anregung mehr - Beeteinfassungen kann ich nämlich auch gut gebrauchen und die aus Weidenruten geflochtenen halten nicht sehr lange. Ich hatte nie ernsthaft in Betracht gezogen so etwas zu schmieden. Dein Beitrag sagt mir: Warum nicht!? (...also demnächst, wenn ich mal Zeit habe...)
Gruß Sascha
Es ist besser ein kleines Schmiedefeuer anzuzünden als die Dunkelheit zu verfluchen!
30 September 2022 at 07:06
So lange das linke nicht as Original und das rechte der Nachbau ist Kleiner Spaß! 

Sieht auf jeden Fall sehr wertig aus. Alles selber geschmiedet?
30 September 2022 at 07:12
Danke. Ja, alles selber geschmiedet. Ich würde es auch eher als eine Schlosser/Schmiedearbeit bezeichnen, denn unter den Bündchen und an den Bogenübergängen habe ich mir erlaubt Schweißpunkte zu setzen, sozusagen als dritte Hand.
Schmieden, kann man am besten am Amboss.
30 September 2022 at 08:30
Das Lichtbogenschweißen ist damals von den Kettenschmieden entwicklet worden, weil man gemerkt hat, dass die Feuerschweißnähte unzuverlässig sind. Das jetzt als schmiedeuntypisch hinzustelle wäre falsch. Aber hierzu gibt es genug andere Meinungen, daher lassen wir das ;)

Auf jeden Fall sehr ansehlich und handwerklich gut gemacht deine Einfassung. 
30 September 2022 at 10:43
Gefällt mir gut, ich mag " verschnörkeltes " . Hab mal sowas ähnliches als Gitter gemacht und auch ein wenig mit Elektrode geschweißt. Da sind dann die Schweißnähte trotz überschmieden doch etwas störend im Gesamtbild geworden.
VM
30 September 2022 at 11:10
Danke Volker, ich bin auch ein Schnörkelfan. Die Bündchen lockern dabei die Gesamtfläche auf und als Nebeneffekt werden die Schweißpunkte diskret verdeckt.
Viele Grüße
Schmieden, kann man am besten am Amboss.
30 September 2022 at 15:42

Schöne Arbeit, gefällt mir.

Viele Grüße

Alex

Blood,Sweat and Musclecat
1 October 2022 at 18:27
Ich würde es auch eher als eine Schlosser/Schmiedearbeit bezeichnen

also, wenn Du die Schnörkel, Bögen, Bündchen selbst geschmiedet hast, würde ich es als Schmiedearbeit bezeichnen.
Schlosserarbeit wäre für mich, das zusammenfügen zugekaufter Fertigteile.
Gruß DerSchlosser
Ein Hoch dem ehrbaren Schmiedehandwerk!
1 October 2022 at 22:26
Senf aus Bavaria,

vorab, mir gefallen die Arbeiten vom Alex. IMMER!
Es gab Zeiten, da wurden Biegearbeiten mit "nur" anteilig geschmiedeten Teilen "von damals im Forum teilweise selbsternannten Profis, die sich Schmiede nannten", mehr oder weniger als nicht stilecht weil hauptsächlich Biegearbeit oder sonstiges verhaun....
Nach langer Abstinenz, in der ich nur noch selten mitgelesen hab, wird das Forum für mich jetzt wieder interessanter.
Gerade auch Neulinge sollten hier ihre Werke zeigen, ohne gleich eins aufn Deckel zu bekommen. Positive Kritik und Tips sowie Anregungen sind ein Weg der allen weiter hilft.

Ein möglicher Weg, dem Forum frischen Wind einzuhauchen.

Der Holledauer
 

Unikate müssen nicht zwingend schön sein, nur einzigartig.

2 October 2022 at 01:15

Finde die Arbeit ebenfalls sehr gelungen.

Wenn wir bei uns auf der Arbeit alte Schmiedearbeiten restaurieren, setzen wir wo nötig auch Schweißpunkte. Chef sagt immer :"Hätten die Alten die Möglichkeit gehabt, hätten sie es auch gemacht."

Last edit: 2 October 2022 at 01:16, Benjamin Framke
2 October 2022 at 07:38
Danke nochmals für eure Rückmeldungen und auch schöne Grüße nach Bavaria. Lieber Fred, bei dieser Arbeit war mir deine wohlbekannte Gasesse eine große Hilfe. Insbesondere beim Vorbereiten der Bündchen, so konnte ich sie immer schön auf Temperatur halten. In der Kohleesse gehen mir solche kleinen Teile oft verloren, oder sie verbrennen mir....
Als Ergänzung vlt. noch ein paar Infos zum Herstellungsprozeß. Für die Schnörkel wurde der Rundstahl auf 50cm abgelängt, die Enden flach ausgebreitet und dann warm in Form gebracht. Für die großen Bogen habe ich mich meiner alten Biegemaschine bedient, das waren die einzigen Bauteile, die in kaltem Zustand bearbeitet wurden. Hier war es mir wichtig immer den gleichen Radius hinzukriegen. An die Pfosten aus 16er Vierkant wurde an beiden Ende eine Spitze angeschmiedet. Oben als Verzierung und unten, um die Einfassung besser in den Boden drücken zu können.
So, das war mein bescheidener Beitrag.
Stück davon,
Alex
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Schmieden, kann man am besten am Amboss.
2 October 2022 at 10:32
Gerade auch Neulinge sollten hier ihre Werke zeigen, ohne gleich eins aufn Deckel zu bekommen. Positive Kritik und Tips sowie Anregungen sind ein Weg der allen weiter hilft. Ein möglicher Weg, dem Forum frischen Wind einzuhauchen.

dem schliesse ich mich uneingeschränkt an
@ Alex: eine schöne alte Biegemaschine hast Du da
Gruß DerSchlosser

Ein Hoch dem ehrbaren Schmiedehandwerk!
Last edit: 2 October 2022 at 10:33, Martin Hartung / DerSchlosser
6 October 2022 at 09:29
Richtig tolle Arbeit, klasse!
10 October 2022 at 21:33
Moin!
Ja,schöne Arbeit und gute Idee.Hast du alle Schnörkel frei geformt oder Dir einen "Schnörkelkern" gefertigt? Bei der Menge würde sich das ,denke ich mal,schon lohnen(spart Zeit und ne Menge Justierarbeit). Solche Hilfswerkzeuge kann man ja nie genug haben.
Als Anregung (keine Kritik)vielleicht ein paar Ideen:Aus Rundmaterial in einem Rundgesenk Halbrundstäbe für die Bunde fertigen.   Die unteren Bäuche der S-Schnörkel vielleicht auch mit einem Bund versehen.Macht die "Statik" des Ganzen kompletter!?
Nun noch ein paar Worte zum Thema Schmiede- und Schlosserarbeit. Ich meine das darf man nicht so verbissen sehen, beides gehört irgendwie zusammen.Denn"Stück davon".Die alten Fachbücher sprechen ja auch mehrheitlich von Kunstschlosserei .Zumindest die in meinem Bestand.
 In der Hoffnung niemandem in die Suppe gespuckt zu haben.

     Gruß Christian