6. April 2017 um 04:55
Diese Essen sind meiner Meinung nach eigentlich für den Fußantrieb gebaut und auf Elektro umgerüstet worden sonst hätte man Lager oder Lagerschalen verbaut. Durch den Druck auf die Welle entweder durch das Eigengewicht des Motors oder meist noch mit Zugfedern etwas verstärkt, ist es eigentlich vorprogrammiert dass die Wellen einlaufen und barbarische Geräusche von sich geben, so war es bei mir auf jeden Fall. Mit einer neuen Welle hast Du vielleicht erstamal Ruhe aber ne Dauerlösung ist es nicht.

Gruß aus Nordhessen

Manfred
6. April 2017 um 09:21
Als ich die Esse kaufte, hatte sie wohl schon einiges hinter sich. Ich nehme an das hier auch wenig geschmiert wurde.
Die 12er Welle war bei 11,8 mm und die Bohrung auf einer Seite bei 12,5mm. Genug Spiel also.
Mit gut Öl und sachter Drehzahl gings ja auch. Nur wenns etwas mehr sein musste wars nervig & laut (hab übrigens nicht geschrieben das meine ganze Esse vibriert) .
Da half auch die Großreinigung nichts.
Ob nun getreten wird oder ein Motor das erledigt sollte da keine Rolle spielen. Zuviel Spannung am Riemen ist weder hier, noch da gut

Ich weiß, Ferndiagnosen sind schwer und jeder empfindet oder stellt sich es anders vor. 
Hab mir jetzt einfach mal eine neue Welle mit passenden Lagern besorgt. Die kosten nun wirklich nicht die Welt.
Rund 11,- € alles.
Die Befestigung der Lager hab ich soweit im Kopf. Werde da wohl breite Schlauchschellen nehmen und Knetmatall. Hab ich noch keine schlechte Erfahrung mit gemacht.
Noch andere Ideen oder Vorschläge? (Schweißen möchte ich eigentlich vermeiden)
Hier mal ein paar Bilder: alt -> neu

welle-alt.jpg

welle-neu_1.jpg
welle-neu_2.jpg





 
6. April 2017 um 16:59
schweißen wird auch schwer sein da das Lüftergehäuße aus Guss ist. Versuchs mit Deiner Idee, vielleicht klappts ja.
6. April 2017 um 17:01
Hallo,

Schelle und Knetmetall......sehr Abenteuerlich.
Wenn du tatsächlich absolut keinen Zugang zu einer Werkstatt hast dann nimm doch wenigstens ein Stück Schlauch der  über das Lager passt und einer dieser Panzerschellen....oder wie man diese Schellen nennt welche eine metrische Schraube haben die duch 2 Rundstähle gehen um zuzuziehen....Ihr wisst schon. Das ist zwar auch nicht viel weniger Abenteuerlich aber wenigstens ist das ganze einigermassen zentriert.
Ums richtig zu reparieren würde ich eine Lagerung schweissen welche an dem grossen äusseren Durchmesser angeschraubt wäre.
Gruss Rom.
Mit besten Grüssen 
Rom. 
Zuletzt bearbeitet: 6. April 2017 um 17:03
6. April 2017 um 18:21
Moin, ich hab eine Esse vom selben Hersteller! Und das selbe Problem gehabt. Hab nur die eingelaufene Welle gegen eine aus Silberstahl getauscht und das Restspiel so gelassen.  Das Problem lag in der grossen Unwucht, die Riemenrolle war nicht wirklich mittig gebohrt, hab mir eine neue drehen lassen und das Windrad eierte auch wild. Das hab ich aus 1,5 mm Blech neu gemacht und fein ausgewuchtet, seitdem rauscht alles wieder vibrationsfrei trotz Lagerspiel!
Viel Erfolg noch- -
                            Gruss
                                        Alex
Stahl---ist Männerknete!
6. April 2017 um 21:55
Ja richtig, das Windrad ist nicht so gut. Und die gesamte Unwucht sorgt fürs schlagen.
Die Lauffläche der Riemenrolle läuft auf 1 Zentel. Nur die Flanken bringen ganz leichte Unwucht, da sie unterschiedlich stark sind.
Werde sehen wie es läuft und dann erst das Windrad erneuern. Hab eh nur 4 Paddel dran.
Wie hast du das ausgewuchtet?
Die Paddel nur auf eine Hülse geschweißt oder auch gesteckt?
 
 @ usel
Du meinst sicher Gelenkbolzenschellen?
7. April 2017 um 11:18
Prima, es läuft soweit gut. Auch mit dem alten Windrad.
Riemenrolle ist nachgearbeitet und sie läuft sehr ruhig.

Da mir aber die 4 (von ehemals 5) Paddel / Flügel zu wenig sind, würde ich das auch gleich mit erneuern.
Habe noch Kupferblech hier liegen und wollte es auf eine Rohrhülse aus Stahl löten.
Hartlöten oder reicht hier Weichlöten aus?
Welches Flussmittel braucht es dazu?
Habe, bis auf elektronische Bauteile, noch nicht gelötet.
17. April 2017 um 21:22
Fürs erste ist es fertig.
6 neue Flügel wurden gefertigt und die Lager sind "professionell" angebracht O
Mal sehen wie lange es hält. Fest ist es zumindest. Diese Kunstharzknete ist nicht zu unterschätzen.
Leider habe ich nicht die technischen Möglichkeiten das wirklich sauber zu lösen. 
Allzu aufwendig sollte es aber auch nicht werden.



 fluegel1.jpg

fluegel2.jpg

Ich habe noch eine Kleinigkeit (auf 13mm) aufgebohrt. 
lager1.jpg

Schelle dran, ordendlich festgedreht und ausgerichtet.
Dann das "Knetmetall" reingedrückt und drumrum.
lager2.jpg

Erster Lauf-Test mit meinem "Großen". Passt.
welle1.jpg

welle2.jpg


Jetzt kanns endlich wieder losgehen.
Sollte der Motor und die Drehzahl (900 U/Min) reichen, dann bleibt das so.
Wenn nicht, dann kommt der Riemen wieder dran und ein regelbarer Motor.  
welle3.jpg

Vielleicht hilft es ja wem oder ist ein Anreitz.

Frohe Ostern  
18. April 2017 um 16:45
also wenn Jemand Schlauchschellen zweckentfremden kann dann bist du es Rojo aber wenns funktioniert und länger als ne Woche hält, warum nicht. Dem Motor nach kannst Du auch noch nebenbei ne Transmission antreiben .

Gruß

Manfred
19. April 2017 um 10:56
Wollte eigentlich breitere Schellen. Hab nur kurzfristig nichts bekommen.
Bestellen oder lange rumfahren wollte ich auch nicht.
Der Motor (100W) sieht auf dem Bild auch größer aus. Man nimmt was man bekommt bzw im Schrott liegt 
19. April 2017 um 12:29
War das Flügeltad in Original auch so gerade?
Grüße aus dem Oberberg

Steffen
19. April 2017 um 17:11
Wie es original war kann ich nicht sagen.
Ich hatte leider selbst nur einen schlechten Nachbau.
Man hätte die Enden noch leicht nach hinten umbiegen können. Den Aufwand wollte ich aber nicht betreiben.

 flugelrad-alt.jpg