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Willi

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Re: Jesusfigur. Was zum Nachdenken.

from Willi on 02/20/2019 07:23 PM

Hallo zusammen,
vielen Dank für die reichhaltigen Beiträge und die positive Rückmeldung!
Es freut mich sehr, dass euch die Skulptur so gut gefällt!
@Holledauer:
Bei allem Respekt(), wenn jemand inspiriert von einer künstlerischen Arbeit eine Idee aufgreifen will, dann halte ich es auch in einem Fachforum für in Ordnung, wenn derjenige auch ein paar Sätze zu den Hintergründen schreibt und erklärt, warum er die Idee so passend findet und warum er sie aufgreifen will. Es geht ja gerade bei künstlerischen Arbeiten auch darum diese zu diskutieren und in verschiedenen Kontexten zu beleuchten.
@Bertakel:
Ich finde die Idee schön mit der Figur zu arbeiten. Ich würde dir die Skulptur auch leihweise schicken, wenn du es willst.
Vorausgesetzt sie kommt heile wieder zurück und auf dem Rückweg liegt eine Flasche Rotwein mit im Paket .
Allerdings kannst du auch gerne deine eigene Version schmieden.
Hier mal was ich noch so im Kopf habe:
Der Jesus ist aus einem Flachstahl geschmiedet, 30x10 vielleicht. Beidseitig absetzen und das abgesetzte Material anstauchen. Daraus wird später der Kopf geformt. Die Arme sind einfach nur abgespalten und ein wenig ausgeschmiedet. Wenn du die Arme nun hoch klappst, kannst du den Oberkörper und das restliche Material überschmieden und so die Beine auf die selbe Breite wie den Oberkörper bringen. Für die Beine hab ich nur einmal beidseitig eingekerbt und nicht ganz durch gespalten.
Der Lendenschurz ist aus einem Stück Blech und wird angschweißt. Beim Rumwickeln überdeckt das Ende die Schweißnaht.
Der Fuß ist aus einem 3er Blech, gebohrt und von unten versteckt an die Füße des Jesus geschweißt.
Das Spielkreuz ist aus 8er Vierkant und über die Fäden mit der Figur vernietet.
Alles schön gebürstet und mit Leinöl eingelassen.
Viel Erfolg und zeig mal dein Ergebnis her, wenn du es versucht hast.
Gruß
Willi

Jedes Werkzeug ist es wert von einem selbst hergestellt zu werden.

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Willi

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Jesusfigur. Was zum Nachdenken.

from Willi on 02/12/2019 01:22 PM

Hallo zusammen,
es wurde kürzlich nach dem Schmieden von Figuren gefragt. Hier möchte ich euch meine neuste Skulptur mal vorstellen: Jesus als Marionette.
Die Jesusfigur ist aus einem Stück geschmiedet, lediglich der Lendenschurz ist angeschweißt. Mit spalten, stauchen und ein wenig modellieren bekommt man sehr schnell sehr lebhabfte Ergebnisse, wenn man sich an die Proportionen hält.
Die Idee zu der Skulptur kam mir nachdem ich kürzlich die HDK in Schweden besucht habe und dort mit einem der Studenten lange über das Schmieden von Marionetten und die Möglichkeiten damit diskutiert habe. Auf der Heimreise kam mir die Idee eine Jesus-Marionette zu schmieden.
Was mich daran reizt, ist das Kontroverse. Zum einen Jesus als Marionette mit dem scheinbar schwebenden Spielkreuz über sich, wo sich jeder fragt wer da unerkannt die Fäden zieht. Gott? Die Kriche? Jemand anderes?
Andererseits besteht ein gewisser Kontrast zwischen der Kontrolle des Spielers und der Haltung der Figur. Durch die durchhängenden Fäden, ergibt sich der Anschein, dass die Figur die Pose aus eigener Kraft bzw. aus eigenem Willen annimmt. Der abgerissene vierte Faden unterstreicht den Eindruck, dass sich die Figur dem Willen seines Spielers entzieht und einen eigenen Willen entwickelt. (Diesen vierten Faden habe ich bewusst im Feuer verbrennen lassen um eine sich auflösende Optik zu erhalten.)
Daraus folgt ein interessanter Bogen zu der ersten Frage: Wer zieht da die Fäden? Bzw. jetzt: Wer verliert da die Kontrolle über seine Figur?
Oder verliert er die Kontrolle nicht? Die Pose selbst ist ausgerechnet genau die Pose, in welcher in der Jesus am Kreuz hängt. Ist er also durch das zerreißen der Marionettenfäden ans Kreuz gekommen? Oder hat ihn jemand bewusst "ans Kreuz gespielt"?
Eine andere interessante Idee ist, dass die Jesusfigur ohne das Einhauchen einer eigenen besonderen Bestimmung wahrscheinlich Zimmermann geworden wäre. Also von der Zimmermann-Marionette zum Jesus.
Alles in allem ergeben sich so viele interessante Gedankengänge und die Skulptur regt die meisten Betrachter zum nachdenken an. Ich habe bereits jetzt sehr viele verschiedene Interpretationen dazu gehört, was mich freut und für mich ein gutes Kunstwerk ausmacht. Ich will bei so einer Skulptur, dass die Leute nachdenken und ins Grübeln kommen. Wenn die Aussage eines Kunstwerks zu sehr vorgegeben ist, dann brauche ich keine Skulptur zu schmieden sondern kann es auch aufschreiben.
Bild 1
CIMG4346.jpg
Bild 2
CIMG4348.jpg
Bild 3
CIMG4351.jpg
Bild 4
CIMG4350.jpg
Ich hoffe euch gefällt meine Skulptur und ich bin gespannt auf eure Meinungen und Ideen!
Gruß
Willi

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Willi

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Re: (Weihnachts-)Kerzenständer aus einem Rohr geschmiedet

from Willi on 01/05/2019 12:57 PM

@Helix:
Danke! Aber wie bereits geschrieben hab ich die Grundidee auch nur vom Schmiedemeister Sebastian Prütz übernommen.
Bezüglich der Umsetzung: Die Kehlung zwischen dem "Knubbel" und dem Fuß ist natürlich nur mit Kehlwerkzeugen zu schmieden. Diese sollten aber in jeder Schmiede in irgendeiner Form vorhanden sein. Im meinem Fall habe ich da eine Gillioutine verwendet, da ich alleine gearbeitet habe.
Den Teller des Fußes habe ich am Ambosshorn und an der Ambosskante ausgeschmiedet und aufgefächert. Den Rand, der dann zurück gebogen ist, wurde über den Rand von einem dicken Rundstahl umgelegt, den ich im Schraubstock eingespannt habe (wie ein dickes stumpfes Horn).
Das würde ich jetzt nicht unbedingt Werkzeug nennen einen Rundstahl im Schraubstock einzuspannen
Fazit: Wie so oft kommt man mit wenigen oder sehr einfachen Werkzeugen sehr weit, wenn man weiß wie man das Material bewegen muss
Gruß
Willi

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Willi

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Re: (Weihnachts-)Kerzenständer aus einem Rohr geschmiedet

from Willi on 01/04/2019 02:47 PM

Hallo,
danke für eure positiven Rückmeldungen! Freut mich, dass euch der Kerzenständer gefällt!
@Dengelbengel:
Immer schön gleichmäßig drehen. Dann kriegst du auch keine Falten und alles bleibt symetrisch.
@Jack:
Die Oberfläche ist gebürstet und dann mit Leinöl eingerieben. Diese Kerzen sind unten immer ein bisschen konisch, so ist es der Kerzenständer auch. Dennoch muss man die Kerze mit ein paar Tropfen Wachs fixieren.
@DL1LBN:
Hier mal ein Paar Maße:
Oben (außen): 42mm
Unten (außen): 88mm
"Stiel": 12mm
"Knubbel": 30mm
Gruß
Willi

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Willi

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(Weihnachts-)Kerzenständer aus einem Rohr geschmiedet

from Willi on 01/03/2019 10:32 AM

Hallo zusammen,
erstmal euch allen noch ein frohes neues Jahr!
Ich möchte euch meinen Kerzenständer vorstellen, den ich an Weihnachten geschmiedet habe.
Vorbild war eine Arbeit von Prütz, die mir Alfred Bullermann bei einem Kurs in die Hand gegeben hat. Die Idee stammt also nicht von mir selber, sondern wurde nur nachgeschmiedet. Die Kunst ist es das Material dort hin zu "schieben" wo man es braucht.
Das Ausgangsmaterial war nicht vorgegeben. Ich habe mir ein 40er Rohr mit 5mm Wandstärke und 180-190mm Länge genommen. Im Prinzip kann man aber fast jedes Rohr verwenden.
Der fertige Kerzenständer ist ca. 340mm hoch geworden.
CIMG4342.jpg
CIMG4344.jpg
CIMG4343.jpg
CIMG4345.jpg
Ich hoffe euch gefällt er!
Gruß
Willi

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Reply Edited on 01/03/2019 10:39 AM.

Willi

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Re: Habermannzange

from Willi on 01/03/2019 10:09 AM

Ich stimme dem Schlosser zu.
Ein paar Wolfsmaulzangen kaufen und dann den Rest selber schmieden! Dann hast du auch gleich ein paar Anfängerprojekte ;)
Gruß
Willi

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Willi

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Re: Schicker Amboss, aber warum is der Stauch auf der anderen Seite??

from Willi on 08/16/2018 09:48 AM

Das ist die schweizer Form.

Ok, das wusste ich zum Beispiel nicht.  Ein Amboss in schweizer Form ist also ein Süddeutscher mit dem Stauch auf der Meisterseite?
Die neueren Amboße mit schweizer Form sind in etwa so hart bzw. weich wie die böhmischen.

Ähh, ich glaube nicht, dass man die Härte eines Ambosses an seiner Form festmachen kann....
Gruß
Willi

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Re: Projekt Hydraulik Presse

from Willi on 08/15/2018 04:35 PM

Dann seid aber immerhin fair genug zum Kollegen Dragonfire und gebt ihm mal  ein paarTipps, wo er sich Hilfe von den Fachleuten holen kann, die hier so dringend angeraten werden.
So wie ich das nämlich verstehe sieht Dragonfire schon ein, dass er keine Ahnung von Hydraulik hat und fragt daher ja auch um Hilfe. Ich kann verstehen, dass man bei solch einem Projekt möglichst viel selbst machen will und sich über konstruktive Ratschläge dazu freut, wo man einen Experten ran lässt und was man in die eigene Hand nimmt.
Außerdem macht sich ja niemand für irgendwas haftbar wenn er sein Wissen teilt.
Ich persönlich würde mich da also über Sätze freuen wie: "Ich weiß, dass dieses und jenes gilt, würde mir aber an dieser und jener Stelle einen Experten dazu holen. Den findest du am ehesten da und da."
Ich hoffe ihr versteht was ich meine, aber Dragonfire wird sich eine Presse bauen wenn er das will, egal was ihr sagt.
Gruß
Willi

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Schicker Amboss, aber warum is der Stauch auf der anderen Seite??

from Willi on 08/15/2018 03:26 PM

Hallo zusammen,
habe beim Stöbern den hier gefunden: Klick
An sich ein sehr schöner Amboss, aber für, mich hat er den Stauch auf der "falschen" Seite. Der Preis ist finde ich auch in Ordnung für den top Zustand!
Nun frage ich mich aber, wer war denn da besoffen und hat den andersrum drangesetzt?
Ich habe schon davon gehört, dass bei Ambossen ohne Voramboss der Stauch auf die andere Seite gesetzt wird und der Amboss damit zum Linkshänderamboss wird.
Nun hat dieser hier einen Voramboss und es macht überhauptkeinen Sinn für einen Linkshänder sich auf die andere Seite zu stellen.
Die einzige Idee, die ich hätte is folgende: Der Stauch ist auf der Seite des Schmieds, damit dieser sich beim Stauchen nicht über den Amboss beugen muss. Dafür aber der Zuschläger, sofern er beim stauchen mithilft.
Vielleicht wurde der Amboss für einen einsamen Schmied gefertigt, der wusste, dass er eh immer alleine arbeiten würde.
Aber schießt mal los, vielleicht habt ihr ja Ideen!
Gruß
Willi
PS: Falls jemand an dem Amboss interssiert ist, ruhig zuschlagen. Ich halte ihn für einen guten Fang und würde ihn mir wahrscheinlich selber kaufen, wenn ich nicht genau so einen (mit Stauch auf der "richtigen" Seite) schon hätte.

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Willi

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Re: Fester Dorn muss weg.

from Willi on 08/06/2018 11:15 AM

Andere Tipps werden Dir wenig helfen, mit dem Abtrennen hast Du die Sache "verschlimmbessert" und Deine Chancen deutlich verschlechtert es alleine zu schaffen. Das Thema wird nach 2 Monaten und mehr als 30 Antworten (es waren auch welche dabei die bei richtiger umsetzung geholfen hätten) schon langsam etwas langeilig, hättest Du z. B. meinen Rat angenommen wäre die Sache schon erledigt. Es ist wohl ähnlich wie beim Zähneziehen, wenn man selbst schon vieles alleine probiert hat wird es für den Profi nicht einfacher.

@Kunstschlossernussbach:
Zu allererst: Wenn dich ein Beitrag langweilt, dann lies ihn nicht. Oder schreib halt selber Beiträge über für dich interessanteren Themen.
Ich kann es ehrlich gesagt nachvollziehen, dass man so einen Dorn nicht von heut auf morgen raus hat. Bosco wird sicher nicht jeden Tag 8 Stunden an dem Dorn arbeiten und von daher ist es ok wenn er immer wieder was ausprobiert, wenn er die Geduld und Zeit dafür hat und dann auch nochmal nachfragt wenn etwas nicht klappt.
Zu deinem Rat, er solle ihn zu einem Schlosser bringen:
Was soll denn deiner Meinung nach der Schlosser mit dem Amboss tun? Der Schlosser kocht ja wie jeder andere Handwerker  auch nur mit Wasser. Ich habe nicht den Eindruck, dass es bei Bosco an der Ausrüstung, im Sinne von Bohrmaschine etc., scheitert. Also kann er sich das Geld auch sparen und den Dorn selbst rausholen. Dann lernt er auf dem Weg auch einiges mehr
@Bosco:
Mein persönlicher Tipp:
Wie schon von den anderen beschrieben: aufbohren, meißeln, dort wo du rein kommst sägen, dann ist er früher oder später raus
Viel Erfolg!
Gruß
Willi

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