Iron Mountain Flux

29. Januar 2014 um 14:35
Moin,
Daniel hat in einem anderen Thema "Iron Mountain Flux" erwähnt.
Offenbar eine Mischung aus Borax und Reineisenpulver.
Es scheint ein sehr interessantes Zeug zu sein, das es ermöglicht, die zu verbindenden Werkstücke weit unter Schweißtemperatur aneinander zu heften und dann bei Schweißhitze zu schweißen.
Ich hab mir im Netz nun einiges dazu durchgelesen, aber da Englisch nicht meine Mutterspache ist, könnte mir doch einiges entgangen sein.
Hat noch jemand das Zeug mal ausprobiert? Kann man was zum Mischungsverhältnis sagen?
Ich würde es nämlich gerne einfach mal nachmischen, kann ja ansich kein Zauberwerk sein.
Und für 23$ pro kleiner Pulle möchte ich es mir dann doch nicht aus USA kommen lassen...  ;)
Daniel, könntest du nicht evtl. mal eine bestimmte Menge auf eine Feinwage streuen und dann mit einem Magneten (den du in eine Tüte gesteckt hat) das Eisenpulver heraus ziehen, um das Mischungsverhältnis rauszubekommen?

Gruß,
Timm
29. Januar 2014 um 23:02
Video dazu:
Klick
Die Farben täuschen ganz arg in dem Video, man sieht es, wenn er wirklich auf Schweißhitze ist.
Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2014 um 09:13, Timm Esemann
30. Januar 2014 um 09:01
Falls es von Interesse ist: Hier gibt es eine .doc mit einer Überischt von Flussmittel-Rezepten und deren Anwendung.
30. Januar 2014 um 11:40
Servus Tim.

Ein Kollege von mir verwendet eine Mischung aus Quarzsand, und ca. je 5%Hammerzunder und Rösteisenerz. geht bei C- Stählen sehr gut, habs aber an Werkzeugstählen noch nicht probiert.
Du kannst zu Borax auch ca. 10% Salmiak dazugeben. Hab damit schon Schweißstellen die einfach nicht halten wollten  verschweißt. NUR: des Zeug raucht und stinkt, als hätte dir ein Pferd in die Esse gepinkelt!!
Wie gesund das dann ist (für unsere Apostel..) kann ich dir nicht sagen, ich leb ja noch, funktionieren tut auch noch alles...

lg

Walter
30. Januar 2014 um 12:01
Ich habe auch schon eine Mischung aus Borax mit kleinen Anteilen Ammoniumchlorid (Salmiak) und Borsäure verwendet. Geht super bei unlegierten Stählen mit nicht zu hohem C-Gehalt. Dämpfe bei der Verarbeitung bitte nicht einatmen!
30. Januar 2014 um 22:16
Hi Timm,
im Messerforum habe ich auf die Frage nach der Zusammensetzung des japanischen Schweisspulvers mal folgende Antwort erhalten:
"..... Ansonsten ist die Zusammensetzung nach Noriaki 60/40 Borsäure gekörnt mit Eisenfeilspänen. Alles als Volumengröße gemessen......"

Laut Murray Carter ist SChweisspulver  eine Mischung aus Borax Borsäure und Eisenfeilspäne. Er gibt aber kein Mischungsverhältnis an.

Vielleicht hilft das weiter.

Grüße

Jörg
Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2014 um 22:48, Jörg Steinsberger
1. Februar 2014 um 12:33
Ich habe leider keine Feinwaage, aber wenn ich mal an eine galange, dann kann ich gerne mal versuchen den Gehalt an Eisenspänen im Borax auszumachen.
1. Februar 2014 um 12:39
Moin,
eine Briefwaage sollte es auch schon tun. Wenns genug Zeug ist, sogar eine Küchenwaage.
Geht ja nur ums ungefähre Verhältnis.
Gruß,
Timm
2. März 2014 um 21:13
Hi zusammen,
das paßt zwar nur bedingt zur Überschrift aber ich hab mal Eisenfeilspäne mit Borax gemischt (etwa 2:3 Raumteile). Das habe ich zum Feuerschweißen einer 3-Lagenklinge verwendet, bei der ich das Flacheisen gespalten und den Stahl eingesetzt habe. Das hat super fnktioniert. Früher hat es mir beim Packen oft den Stahl wieder herausgedrückt. Jetzt "klebt" er richtig drin. Die Schweißung hat auch gut funktioniert.

Die Feilspäne habe ich am Bandschleifer selber produziert.

Grüße

Jörg
2. März 2014 um 21:31
Hy Jörg das funktioniert gut nur solltest du vorsichtig sein, nicht das dir Rückstände vom Band mit in die Mischung geraten dann wirds heikel.
Schwingt den Hammer!
Gruß Martin
2. März 2014 um 22:05
Danke Jörg für deinen Beitrag!
Ich will das auch probieren, nur werde ich das Eisenpulver wohl via eBay kaufen.
2:3 ist ja schon mal ein Ansatzpunkt.
Gruß,
Timm
2. März 2014 um 22:31
Hy Jörg das funktioniert gut nur solltest du vorsichtig sein, nicht das dir Rückstände vom Band mit in die Mischung geraten dann wirds heikel.

Ich habe wenn ich mich recht erinnere, hier im Forum einmal folgendes gelesen. Folgende Idee stammt also nicht von mir.

Einen Magneten in eine Tüte geben, damit die Eisenspäne anziehen. Diese bleiben dann aussen an der Tüte hängen dann den Magnet aus der Tüte entfernen und schon fallen die Späne auf eine geeignete Unterlage.

Ich denke jetzt ein wenig weiter, diesen Vorgang wiederholen an verschiedenen Orten der Unterlage die Späne ablegen, bzw. den Ablageort säubern dann dürfte sich das Problem mit den Fremdkörpern zwischen den Spänen erledigt haben.
3. März 2014 um 11:24
Hi Lawito,
so ähnlich mache ich das schon.

Grüße

Jörg
4. März 2014 um 07:39
Das Thema ist recht weitreichend in die Chemie...

Ich bin jetzt nicht der kleine Hobbyselbstmörder, aber kann jemand der des Englischen besser mächtig ist als ich, sich evtl die Mühe machen, und die Tabelle mit den Zusammensetzungen übersetzen.

Ich finde das total toll, dass es so eine Anleitung gibt, aber so hilft sie halt nix.

Kann jemand so gut Englisch?
4. März 2014 um 08:29
Da ist nicht viel zu übersetzten aber genaue Rezepte sind das alles nicht. Zutaten sind Borax Hydriert und anhydriert Eisenspäne Slag (Zunder) Ammoniumhydrit. Pottasche, Rotes Blutlaugensalz, Calzium flourid (Feldspat) Eisenoxyd, Eisensulfat, Sand undGlaspulver. Das sind die Zutaten einige % Zahlen stehen ja auchdabei nur nun kommts unten in deer Note steht auch bitte Probieren und weiter Posten Also alles nur Richtlinien. Ebenso sollte man bei Blutlaugensalz (Rotes) vorsicht walten lassen es entsthn unter ungünstigen einflüssen Zyankalidämpfe.

Noch vergessen das Pulver kann keine Feuersschweißung alleine durchführen einige Handwerkliche Grundlagen müssen auch dabei beachtet werden. Aber es kann die letzten paar % zum gelingen beitragen.
Schwingt den Hammer!
Gruß Martin
Zuletzt bearbeitet: 4. März 2014 um 08:30, Martin