Eierkohle zum schmieden?

30. März 2013 um 17:02
Hallo
hat von euch schon mal jemand mit eierkohle geschmiedet oder kann von nem gescheiterten versuch erzählen?

mfg sala
30. März 2013 um 17:32
Meinst du die aus Braun.- oder Holzkohle,letzteres sprüht nur wenn Luft eingeblasen wird.

Gruß Maik
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30. März 2013 um 17:38
laut ebay steinkohle als eierkohle gepresst
holzkohle is mir klar das des nix wird,... hab ich mal live erlebt war n mords spass für uns drum rum
mfg sala
30. März 2013 um 19:18
Habs grad mal bei ebay eingegeben. Das Kaliber dürfte doch zu groß sein, zumindest bei den Angeboten, die ich mir angeguckt habe. Wie es sich im Verhältnis zu Schmiedekohle so schlägt kann ich nur vermuten, das Abbrandverhalten wird schon anders sein. Für den Hobbyisten vielleicht brauchbar, weil billig, aber was da jetzt drin ist? Wieviel Flüchtige, Aschegehalt, Schwefelgehalt?

Man kann ja auch mit Holzkohle(briquetts) schmieden, nur muss man dort Kompromisse eingehen, die der ambitionierte Schmied je nach Gesinnung vielleicht nicht so toll findet (ich finde mit Holzkohleschmieden zum Beispiel nicht schlecht, es ist nur anders) Bzw. man kommt auch schwer an gleichbleibende Qualität oder vernünftige Preise usw.

Also ich würds mal ausprobieren, also versuch doch mal an kleine Mengen zu kommen.
30. März 2013 um 20:09
Hallo Sala,

Eierkohle besteht aus sog. Eßkohle, (d.h.12-18% flüchtige Bestandteile, schlechte Backeigenschaft, geringe Brenngeschwindigkeit) die gemahlen mit Steinkohlenteeröl als Binbemittel gepresst wird.

Vor Jahren kam ich mal in die Verlegenheit Eierkohle in der Esse zu verfeuern, weil nichts anderes mehr da war.
Das Werkstück brauchte recht lang um halbwegs auf Temperatur zu kommen. Richtig heiß wurde es eh nicht, von Feuerschweißen ganz zu schweigen. Das Zeug taugt für den Ofen aber nicht fürs Schmiedefeuer!

Gruß Martin
30. März 2013 um 23:43
gut zu Wissen, vielen dank
dann lass ich da glaub ich eher die Finger davon, ausser es bleibt so verlockend günstig, momentan 30 Euros rum für ca 200 Kilo
31. März 2013 um 07:56
Kann einen gescheiterten Versuch beitragen.
Ich hab mal ein Säckchen Anthrazid-Nuss sehr günstig bekommen: Am anfang waren die Nüsse zu groß, wärend des Schmiedens sind sie dann zunehmends zu Staub zerfallen und das Glutnest wurde innerhalb von 2 Stunden zu einem sehr kleinen Glutpunkt.

Das Problem ist jegliche Krafteinwirkung wärend die Kohle heiß ist, also z.B. beim Werkstück einlegen, etc.
Die Reste benutze ich jetzt zum Anfeuern von Koks.

Grüße,
Eisenbrenner